Filmkritik in Kurzform: The Grey, Machine Gun Preacher, Ziemlich beste Freunde

The Grey - Unter Wölfen (Survival-Thriller, auf DVD)

Darsteller: Liam Neeson, Regie: Joe Carnahan

Handlung: Ein Gruppe Ölarbeiter stürzen mit dem Flugzeug in der eisigen Wildnis Alaskas ab. Auf ihrem Weg durch Schneestürme, über Berge und Schluchten werden sie immer wieder von blutrünstigen Wölfen attackiert.

Meine Meinung: Überzeugender Thriller mit einigen spannenden und nervenzerreißenden Szenen, in denen verlorene Menschen gegen die Natur ankämpfen und sich darüber klar werden müssen, wofür sie eigentlich weiterleben wollen.

Meine Wertung: 8 von 10 Punkten.

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Machine Gun Preacher (Thriller, auf DVD)

Darsteller: Gerard Butler, Michelle Monaghan, Regie: Marc Forster

Handlung: Sam Childers ist eben aus dem Knast gekommen, da dreht er schon das nächste Ding. Er raubt Drogendealer aus, besäuft sich und nimmt Speed. Als er eines Tages einen kleinen Räuber fast umbringt, beschließt er sein Leben umzukrempeln. Er wendet sich Gott zu, lässt sich taufen und reist in den Sudan, um dort den Waisenkindern zu helfen, deren Eltern von Joseph Konys Truppen ermordet wurden. Aber seine Arbeit in Afrika wird zur Besessenheit und er droht seine Familie in den USA zu verlieren.

Meine Meinung: Der Film fängt furchtbar moralisierend an und wirkt wie ein Missionierungsfilm für die Kirche in Kooperation mit UNICEF. Sobald Childers getauft ist, geht es in seinem Leben nur noch steil aufwärts und alle Probleme sind auf einmal vergessen. Erst als er später in den Konflikt gerät, zwischen seiner Familie und den Kindern in Afrika wählen zu müssen, wird die Geschichte halbwegs interessant und glaubwürdig.

Trotzdem, obwohl das Ganze auf einer wahren Geschichte basieren mag, mutet alles sehr platt und naiv an. Das permanente Wedeln mit dem moralischen Zeigefinger und die plakative Zurschaustellung des Leids im Sudan erscheinen wie billige Effekthascherei ohne wirklich näher auf die afrikanische Perspektive der Situation einzugehen. Ein eher plumper Film mit einem unangenehm missionarischem Unterton.

Meine Wertung: 4 von 10 Punkten

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Ziemlich beste Freunde (Komödie, auf DVD)

Darsteller: Francois Cluzet, Omar Sy, Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache

Handlung: Philippe ist ein reicher, kultivierter und reifer Mann - aber vom Hals abwärts gelähmt. Entgegen dem Rat seiner Freunde stellt er den afrikanischen Immigranten und Problemfall Driss als seinen Pfleger ein. Philippe gefällt es, dass Driss kein Blatt vor den Mund nimmt und kein Mitleid heuchelt. Obwohl Driss keine Ahnung hat, wie man einen Behinderten pflegt, lebt er sich ein und die beiden Menschen, die ungleicher nicht sein könnten, werden enge Freunde.

Meine Meinung: Da kann ich mich kurz fassen, da der Film bereits im Kino sehr erfolgreich war - und das verdient. Die einzigartige Freundschaft zwischen dem armen Immigranten und dem reichen Aristokraten liefert Stoff für viele Lacher und herzerwärmende Momente. Rundum ein hinreißender und kluger Film.

Meine Wertung: 8,5 von 10 Punkten.

1 Anmerkungen

  1. von brisbyde gepostet
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