TV-Tipps für’s Wochenende

SAMSTAG, 25. Mai

The Butterfly Effect (Sat.1, 22:20 Uhr)

Einfallsreicher und spannender Fantasy-Thriller. Sehenswert trotz Ashton Kutcher.

Vater der Braut (RTL 2, 12:10 Uhr)

Herzerwärmende und sehr lustige Familienkomödie mit Steve Martin als Familienvater, der irgendwie akzeptieren muss, dass seine “kleine” Tochter nun erwachsen ist und heiraten will. Eine der besten Komödien mit Steve Martin. Die solide Fortsetzung wird gleich im Anschluss gesendet.


SONNTAG, 26. Mai

Bernard und Bianca - Die Mäusepolizei (Super RTL, 12:00 Uhr)

Toller Zeichentrickklassiker aus den Disney-Studios von 1977. Die Mäuse Bernard und Biance versuchen ein Waisenkind aus der Gewalt einer Verrückten zu befreien.

Die ordentliche Fortsetzung von 1990 folgt auf dem gleichen Sender etwas später, nämlich:

Bernard und Bianca im Känguruland (Super RTL, 16:20 Uhr)

Wieder müssen die beiden Mäuse ein gefangenes Kind befreien, die Geschichte ist diesmal in Australien angesiedelt.

Das Versprechen (Sixx, 20:15)

Hervorragender Thriller mit Jack Nicholson in der Hauptrolle. Er spielt einen Polizisten, der den Eltern eines ermordeten Mädchens schwört, den Mörder zu fassen. Seine Suche nach dem Täter droht fast zur Besessenheit zu werden. Regie führte Sean Penn.

Exzellenter Film, basierend auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Friedrich Dürrenmatt.

Cinemagraph aus “Harold und Maude” (1971).

Cinemagraph aus “Harold und Maude” (1971).

Filmkritik: Iron Man 3 (Comic-Verfilmung / im Kino)

image

Darsteller: Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow, Don Cheadle, Ben Kingsley, Guy Pearce

Drehbuch: Drew Pearce, Shane Black

Regie: Shane Black

Zur Handlung:

Die Schlacht um die Erde in “Avengers” hat ihre Spuren beim sonst so coolen Tony Stark hinterlassen. Er kann kaum noch schlafen und leidet manchmal unter Panikattacken. Zur Ablenkung verschwindet er tagelang in seinem Labor und baut an neuen Iron Man-Anzügen. Sein seltsames Verhalten wird auch zur Belastung für seine Beziehung zu Pepper Potts. 

Doch all das muss warten, denn ein charismatischer Terroristenführer namens “der Mandarin” hält die Welt mit bedrohlichen Videobotschaften und Terroranschlägen in Atem. Außerdem müssen Iron Man und der Iron Patriot gegen eine mysteriöse Armee von Supersoldaten antreten. Gibt es eine Verbindung zwischen ihnen und dem Mandarin? 

Meine Meinung:

“Iron Man 3” hat Potenzial, aber es ist der schwächste Teil der Reihe. Slapstick, lustige Sprüche, Traumata und Schießereien am Hafen mögen in Gangsterfilmen und Krimikomödien wie “Kiss Kiss Bang Bang” (vom gleichen Regisseur) funktioniert haben, aber für einen Film wie diesen ist das ganz einfach zu wenig. Es fehlt an wirklich einprägsamen Szenen, Schauplätzen und Kämpfen. Zwar gibt es viel Humor und viele Dialoge, die auch unterhaltsam sind, aber wenn es um das Eingemachte geht, nämlich die Action, dann scheinen einfach gute Ideen zu fehlen, die über Faustkämpfe Mann gegen Mann hinausgehen. Stellenweise erinnert die Story eher an einen Cop-Film a la “Lethal Weapon”.

Der größte Fehler dieses Films ist aber fast unverzeihbar: Die Demontage des Mandarin.

Ben Kingsley ist in seiner Rolle absolut fantastisch und der Mandarin hätte mit Leichtigkeit der coolste, beeindruckendste und beste Bösewicht alle Marvel-Filme sein können. Doch in der zweiten Hälfte des Films wird die Figur des Mandarin vollkommen lächerlich gemacht und aus der Story nahezu komplett eliminiert.

Als Antagonist bleibt dann leider nur noch Aldrich Killian (gespielt von Guy Pearce), der kaum jemanden vom Hocker reißen dürfte, da er “nur” ein arroganter, größenwahnsinniger Geschäftsmann ist. Ich mag Guy Pearce und er macht aus seiner Rolle, was er kann, aber im Vergleich zum ersten Eindruck, den man vom Mandarin bekommt, ist seine Figur eine Enttäuschung.

Auch wenn “Iron Man 3” die Beziehung zwischen Tony Stark und Pepper Potts vertieft, ist er sonst kein wichtiger Film der Reihe und verblasst gegenüber seinen Vorgängern, was die Action, den Einfallsreichtum und die Dramatik angeht. Hätte man konsequent auf den Mandarin (Ben Kingsley spielt alle an die Wand!) als den zentralen Bösewicht gesetzt, hätte aus dem Streifen ein toller Film werden können.

So bleibt “Iron Man 3” trotz guter Effekte und dem wie stets sympathischen Robert Downey Jr. im besseren Mittelmaß stecken.

Mein Wertung: 6 von 10 Punkten

100 Filme hinter den Kulissen (1931-2012)
Klickt auf das Bild um zur Galerie zu gelangen.

100 Filme hinter den Kulissen (1931-2012)

Klickt auf das Bild um zur Galerie zu gelangen.

Ich weiß, es ist off topic. Aber das muss jetzt mal sein.

Ich weiß, es ist off topic. Aber das muss jetzt mal sein.

Tom Hanks’ Antwort auf die Frage nach dem am besten riechenden Schauspieler.
Irgendwie logisch.

Tom Hanks’ Antwort auf die Frage nach dem am besten riechenden Schauspieler.

Irgendwie logisch.


- aus “Hugo Cabret” (2011)

- aus “Hugo Cabret” (2011)

Wie erkennt man jemanden, der das Medium Film nicht kapiert?

Man kann so ein bedauernswertes Geschöpf anhand folgender Aussagen identifizieren:

  • “Diese Szene ist voll unrealistisch!” - Die Person nimmt fälschlicherweise an, ein Film müsse sich an der Realität orientieren.
  • “Diese Szene ist voll unlogisch!” - Die Person nimmt fälschlicherweise an, ein Film müsse sich an Regeln der Logik halten.
  • “Dieser Film will mich nicht unterhalten (und ist daher schlecht)!” - Die Person nimmt an, Filme dürften nur der Unterhaltung dienen, um dem Zuschauer ein gutes Gefühl zu vermitteln.
  • “Diese Fortsetzung (oder Prequel) ist anders als das, was ich bisher von dieser Filmreihe gewohnt bin (und anders ist schlecht)!” - Die Person ist nicht in der Lage, etwas anderes als das Gewohnte zu akzeptieren. Innovation wird bestraft.
  • “Die haben mein Lieblingsbuch verfilmt, aber soooo viele Dinge weggelassen! Dabei ist das Buch doch nur 2500 Seiten lang!” - Diese Person versteht nicht, dass ein Film eine Geschichte innerhalb eines engen Zeitrahmens (ca. 80 bis 160 Minuten) wiedergeben muss und daher Schwerpunkte zu bilden hat, wobei viele Dinge einfach weggelassen werden müssen.
  • “Dieser Film widerspricht meinem Weltbild und meinen moralischen Werten (daher ist er schlecht)!” - Diese Person erhebt ihre eigenen Ansichten zum Maßstab für alle. Neue Perspektiven und Denkansätze sind unerwünscht.
  • “Dieser Action-Film hat kaum Handlung und ganz schlechte Dialoge!” - Diese Person kennt offenbar nicht den Begriff “Genre”. Wer sich z.B. bei einem Action-Film über Mängel in der Handlung und den Dialogen beklagt, der beschwert sich vermutlich bei einem Holocaust-Drama auch über den Mangel an Slapstick.

Sicher könnte man diese Liste noch deutlich erweitern, doch für einen richtigen ersten Eindruck vom Gegenüber sollte das erstmal genügen.

Zum Umgang mit solchen Individuen empfehle ich einfach nur Gelassenheit, Geduld und Mitgefühl - solange diese Leute wenigstens während des Films den Mund halten.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de